Gute Referenzfotos brauchen kein Studio und keine Profi-Ausrüstung. Das Handy in der Hosentasche reicht – wenn du ein paar Dinge beachtest. Schlechte Bilder verschwenden nicht nur Speicherplatz, sondern auch die Chance, deine Arbeit überzeugend zu zeigen.

1. Querformat für Website und Druck

Für Referenzen auf der Website und in Flyern eignet sich Querformat besser als Hochformat. Dreh das Handy vor dem Foto kurz quer. So wirken Räume, Fassaden und Dächer ruhiger und professioneller.

2. Tageslicht statt Blitz

Natürliches Licht macht Farben und Materialien glaubwürdiger. Fotografiere tagsüber, öffne wenn möglich Fenster und vermeide den Blitz – der erzeugt harte Schatten und unnatürliche Farben. Bei dunklen Räumen lieber kurz warten, bis genug Licht da ist, statt hastig mit Blitz zu knipsen.

3. Vor dem Nachher-Foto aufräumen

Das Ergebnis wirkt gleich besser, wenn Werkzeug, Folien und Verpackungen aus dem Bild sind. Zehn Sekunden Aufräumen vor dem Foto sparen später die Frage: „Sieht das immer so aus?“ Der Kunde soll deine Arbeit sehen – nicht den Baustellenalltag drumherum.

4. Vorher und Nachher aus derselben Ecke

Willst du den Unterschied zeigen, stell dich beim Vorher- und Nachher-Foto an dieselbe Stelle. Gleiche Höhe, gleicher Winkel. Dann erkennt jeder sofort, was sich verändert hat – ohne Erklärung.

5. Näher ran, weniger Unordnung im Bild

Lieber ein klarer Ausschnitt als ein Foto, auf dem alles gleichzeitig zu sehen ist. Geh zwei Schritte näher ran und zeig genau das, worum es geht: die neue Fliese, die frisch gestrichene Wand, den eingebauten Schrank. Details überzeugen mehr als der ganze Raum auf einmal.

6. Kurz prüfen, bevor du weiterfährst

Schau dir das Foto direkt auf dem Display an. Ist es scharf? Ist das Licht okay? Steckt der Daumen im Bild? Ein zweites Foto kostet fünf Sekunden – ein unscharfes Bild auf der Website kostet Vertrauen.

7. Direkt benennen und sortieren

Speichere Bilder nicht wochenlang unbenannt in der Galerie. Notiere direkt auf der Baustelle: Gewerk, Ort, Vorher oder Nachher. Beim Hochladen auf die Website sparst du dir das Rätselraten und vergisst keine guten Aufnahmen.

Fazit: Professionelle Projektfotos entstehen nicht durch teure Technik, sondern durch ein paar feste Gewohnheiten: quer fotografieren, Licht nutzen, aufräumen, kurz prüfen. Wer das auf der Baustelle mitmacht, hat später starke Bilder für Website, Google-Profil und Angebote – ohne extra Termin mit dem Fotografen.